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EPBD 2026: Quantifizierung des Übergangsrisikos mithilfe des „Climate Value at Risk“

Blue Auditor Redaktion

„Von der EPBD-Richtlinie zu Zahlen, denen Kreditgeber vertrauen.“ – Wolfgang Lukaschek, CEO, Blue Auditor
Der Immobilienwert in Europa verändert sich rasant. Die Neufassung der EPBD legt die Messlatte für die Energieeffizienz höher. Gleichzeitig bewerten Versicherer und Kreditgeber Klimarisiken strenger. Zusammen entscheiden diese Faktoren darüber, wie einfach es ist, ein Gebäude zu refinanzieren, zu versichern oder zu verkaufen. Dieser Artikel erklärt in verständlicher Sprache, wie der Climate Value-at-Risk (Climate VaR) diesen Druck in eine einzige Zahl umwandelt, die Sie für Ihre Planung nutzen können.

Was Climate VaR bedeutet

Der Climate VaR ist eine in Euro ausgedrückte Schätzung des potenziellen Wertverlusts, der mit Klimafaktoren zusammenhängt. Wir betrachten dabei zwei Aspekte. Der erste ist das Übergangsrisiko: politische Vorgaben, CO₂-Kosten und Markterwartungen hinsichtlich der Gebäudeeffizienz (beispielsweise, ob sich die Immobilie auf einem glaubwürdigen Dekarbonisierungspfad wie CRREM befindet ). Der zweite ist das physische Risiko: Überschwemmungen, Hitzewellen und andere Gefahren, die den Betrieb und die Versicherung beeinträchtigen.

Das Ergebnis ist eine einzelne Kennzahl pro Objekt und eine aggregierte Kennzahl für das Portfolio. Außerdem werden die Faktoren aufgezeigt, die dieser Kennzahl zugrunde liegen, sodass Manager erkennen können, welche Maßnahmen zuerst ergriffen werden sollten.

Warum die EPBD 2026 wichtig ist

EPBD 2026 ist nicht nur ein Datum auf einem regulatorischen Zeitplan. Es ist der Zeitpunkt, zu dem viele Eigentümer nachweisen müssen, dass ihre Objekte über einen Umstellungsplan verfügen: wie sie von der heutigen Leistung zu einer konformen Leistung gelangen werden. Objekte ohne einen solchen Plan sehen sich mit strengeren Kreditbedingungen, steigenden Versicherungskosten oder -begrenzungen sowie einem geringeren Käuferinteresse konfrontiert. Kurz gesagt: Wertverfallrisiko.

„Der regulatorische Druck sagt uns, was geschehen muss; die Märkte entscheiden, wie viel Wert Sie verlieren, wenn Sie warten. Mit ‚EPC-to-ESG‘ in weniger als fünf Minuten machen wir beides in konkreten Zahlen sichtbar.“ – Wolfgang Lukaschek, CEO, Blue Auditor

Wie Blue Auditor das Risiko quantifiziert

Wir gehen von den Daten aus, die Ihnen bereits vorliegen: Energieausweise, Verbrauchsmessungen, Grundfläche, Ausstattung und Mietvertragsdaten. Wir wandeln Energieausweise in ESG-Kennzahlen um – Energiebedarf, CO₂-Intensität und ein geschätztes „Stranding-Jahr“ auf Basis des CRREM-Modells. Anschließend schätzen wir den praktischen Aufwand, der erforderlich ist, um die Lücke zu schließen: Gebäudehülle, Anlagen, Steuerungssysteme und betriebliche Änderungen, einschließlich Zeitplan und Kosten. Schließlich drücken wir die Auswirkungen in Euro aus, damit Entscheidungsträger die Optionen auf einer Skala vergleichen können: Wie viel Climate VaR jede Maßnahme reduziert und wann sich die Investition amortisiert.

Blue Auditor hat bereits über 7.000 EU-Taxonomie-Bewertungen durchgeführt. Wir haben unseren Hauptsitz in Wien sowie Niederlassungen in Berlin und Mailand und verfügen über ein Team von rund 60 Experten, die 18 Sprachen sprechen und darauf ausgerichtet sind, europäische Portfolios in großem Maßstab zu unterstützen.

Ein kurzes Beispiel

Ein Portfolio im Wert von 600 Mio. € weist zu Beginn einen Climate VaR von etwa 50 Mio. € auf. Der Großteil dieses Risikos entfällt auf ein Dutzend Gebäude. Durch die schrittweise Modernisierung der Fassaden, die Umstellung auf elektrische Heizung und die Verbesserung der Steuerungssysteme – zeitlich abgestimmt auf Mietverträge und Lebenszyklusphasen – sinkt dieser Wert auf rund 24 Mio. €. Nichts Außergewöhnliches: einfach die richtigen Maßnahmen in der richtigen Reihenfolge, auf einer Seite für Kredit- und Versicherungsteams erklärt.

Was ist nun zu tun?

Das unmittelbare Ziel ist die Erstellung eines fundierten Plans mit klaren Zahlen und Zeitplänen:

  1. EPCs in ESG-Kennzahlen umrechnen, um die „Stranding-Jahre“ und einen ersten Climate VaR zu schätzen; die 20 % der Vermögenswerte mit dem höchsten Risiko priorisieren.
  2. Den CAPEX-Plan neu ausrichten, wobei das pro investiertem Euro reduzierte Euro-Risiko und die Angleichung an den Zielpfad im Vordergrund stehen .
  3. Versicherer frühzeitig in Bezug auf Deckung und Preisgestaltung an Standorten mit höherem Risikoeinbeziehen; alle Ausschlüsse dokumentieren, die die Refinanzierung beeinträchtigen könnten.
  4. Bereiten Sie kreditgebertaugliche Unterlagen vor: Stranding-Jahr, EPBD-Umstellungsplan, CAPEX/OPEX, ROI sowie einen nachprüfbaren Nachweis für CSRD, SFDR und die EU-Taxonomie.
  5. Leiten Sie 2–3 Projekte mit hoher Wirkung für die am stärksten exponierten Anlagenein, abgestimmt auf Lebenszyklus- und Mietvertragsereignisse.

Das Fazit

Sie können weder die Politik noch das Wetter kontrollieren. Sie können jedoch steuern, wie schnell sich deren Auswirkungen in Euro bemerkbar machen und wie präzise Sie handeln. Der Climate VaR vereinfacht die Kommunikation für Vorstände, Kreditgeber und Mieter gleichermaßen. Konzentrieren Sie sich auf die kleine Gruppe von Objekten, die den größten Teil des Risikos ausmachen, betrachten Sie CAPEX als Werterhalt und in vielen Fällen als Wertschöpfung und halten Sie die Dokumentation durchgehend kreditgebertauglich.

Verschaffen Sie sich einen klaren Überblick über den Climate VaR Ihres Portfolios.
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